wahnsinns Weihnachtszeit …

Der Weihnachtswahnsinn greift mal wieder um sich! Ich mein, es geht ja schon los, wenn die ersten Schokomänner im Spätsommer die Ladenregale füllen, aber nun ist es amtlich.
Den ersten Advent haben wir hinter uns, heute wurden endlich die Adventskalender rausgekramt. Jeder hat einen, inzwischen natürlich auch die Erwachsenen. Es ist fast so zur Pflicht geworden, seinen Partner mit einem zu bedenken, wie es inzwischen Pflicht ist, den Valentinstag mit Geschenken zu begehen. Der große Vorteil ist in diesem Fall, das man sich auch als Single selber mit einem beschenken kann.
Das Weihnachten wird erkennt man auch daran, das Penny mal wieder sein Luxussortiment rauskramt. Es gibt „Crema die Balsamico“ für 2,49 Euro pro 250 ml Flasche. In der „Original“-Version und in der „Erdberversion“. Klasse, GLÖRR, mit dem man sein perfektes Dessert bekringeln soll. Inzwischen benutzt es jeder Honk, der so tun möchte, als ob er Ahnung von kochen hat. Das Maggi der Neuzeit.
Seit ich die Leserbriefe in der Brigitte vom 17.11. gelesen habe, weiß ich auch endlich, warum ich eine schlechte Hausfrau bin. Nein, nicht weil ich mich weigere, bei dieser asozialen Kälte meine Fenster von außen zu putzen, sondern weil ich „nur“ vorhabe, ca. 6 Plätzchenrezepte zu realisieren. Ich zitiere:
„Ich backe in der Regel zwölf Sorten zum ersten Advent, alte Rezepte, ganz alte und auch mal eine neue Sorte …“ Christa S. aus M.
„Ich backe jedes Jahr 25 Sorten Plätzchen und Pralinen und habe auch durch Ihre Rezepte wahre Begeisterungsstürme in der Verwandschaft und Bekanntschaft ausgelöst. …“ Ulrike M. per email
All über all sind die Rabattschlachten eröffnet worden, DaWanda ist da sicherlich keine Ausnahme mehr. Jahresrückblicke und Kalender werden an den Mann und die Frau gebracht und die nächsten Horrormeldung in Form fieser Gesetztesänderungen fürs nächste Jahr schallen aus dem Radio. Zusammen mit dem vielgeliebten Weihnachtsliedchen „last christmas“ von Wham!. Überhaupt so eine Masche, das jeder Popstar irgendeinen Song mit Weihnachtsgebimmel drin auf den Markt wirft.
So what, was ist jetzt eigentlich aus den Terrorwarnungen geworden, seit Tagen nichts mehr gehört. Zwischendrin hält noch jeder brav das Händchen auf, um eine Spende einzusammeln.

So, Geschenkeschlacht schon geschlagen? Noch nicht, aber ich habe einen Plan. Und er ist zum Glück nicht sehr umfangreich, ein paar Stunden am Rechner. Krass, wie die Menschen in den Geschäften und auf den Weihnachstmärkten auf die Jagd gehen, mit wirrem und gehetztem Blick werden die Beutestücke mit den Ellenbogen  gegen andere mögliche Zuschnapper verteidigt. Das nur ja das Beste Stück unter dem eigenen Baume liegt und der beste Bratenhappen in den eigenen Mund wandert. So, da fällt mir ein, das ich ja noch überlegen muß, an welchem Tag wir vor Weihnachten unseren Wocheneinkauf machen, damit wir nicht von den „Drei-Tage-Wochenende-bedeutet-den-Weltuntergang“-Einkäufern niedergetrampelt werden. Das bedeutet einen genauen Plan machen, damit man ab einem bestimmten Zeitpunkt auch wirklich nicht mehr in einen Supermarkt gehen muß, um noch etwas nachzuholen.

Besonders wichtig ist es in dieser Zeit auch, sein Haus oder seinen Balkon ordentlich mit Lichterketten und Brimborium zu schmücken. Zur Zeit besonders beliebt sind aufblasbare Weihnachtsmänner oder solche die am Haus rumkrabbeln. Dabei gilt natürlich je größer, desto besser. Das ganze hat nur zwei deutliche Nachteile. Das Zeug geht ordentlich ins Geld, frißt Strom ohne Ende, und wofür? Damit die anderen was zum Glotzen haben, damit man endlich mal auffällt? Und da war auch schon der nächste Nachteil, es muß natürlich jedes Jahr ein Stück mehr, höher, weiter sein. Man muß ja zeigen was man hat und der Nachbar muß klein gehalten werden. Mit dem Schnickschnakc aufhören ist nicht, das käme einer Kapitulation gleich.

Ja, Weihnachtsmärkte besuchen macht richtig Spaß! Vor allem wenn man sich als „nur-so“-Besucher am Glühweinstand aufbaut, sich die Hucke mit ollem Fusel vollhaut und gemütlich den Gehetzten beim hetzen zu schaut. 😉

Noch Fragen?
Ach ja, es heißt „Weihnachtsmarkt“ und nicht „Weihnacksmarkt“ wie hier viele zu sagen pflegen …

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